Deutscher Gewerkschaftsbund

Rheinland-Pfalz-Saar

Unsere Position

Gute Arbeit fängt vor dem Berufsstart an. Je besser die Studienqualität, desto besser findest du dich später im Job zurecht und desto zufriedener bist du mit deinem Studium. Zumal Studierende häufig auch vor dem »offiziellen« Berufsstart Berührungspunkte mit der Arbeitswelt haben. Sei es im Praktikum oder Nebenjob, oder weil sie bereits eine Ausbildung gemacht haben. Es geht uns als Gewerkschaften aber nicht nur um arbeitsweltliche Fragen. Wir setzen uns für eine soziale und demokratische Hochschule und Gesellschaft ein. Solidarität, Gleichberechtigung und Menschenwürde sind Eckpfeiler unserer Politik

 


Wir setzen uns u.a. ein für:

  • kostenfreie Bildung für alle: weg mit (Zweit-)Studiengebühren
  • ein BAföG, das zum Leben reicht, ohne Altersgrenzen. Zur Zeit weicht die Höhe des BAföGs stark von den eigentlichen Lebenshaltungskosten Studierender ab. Deshalb braucht es eine kräftige Anhebung. Darüber hinaus sollte der Kreis der Bezieher*innen ausgeweitet werden, sowohl was die nicht mehr zeitgemäßen Altersgrenzen, als auch was die Bemessungsgrenzen betrifft.
  • bezahlbarer Wohnraum für Studierende
  • Master für alle
  • Studierbarkeit: Lernen braucht Zeit und Studierende auch noch Raum für Ehrenamt, Nebenjob und Hobbys. Deshalb fordern wir ein realistisches Pensum und die Reduzierung von Prüfungsanteilen auf das notwendige Minimum
  • eine stärkere Ausfinanzierung der Hochschulen durch öffentliche Mittel. Bildung ist keine Ware, deshalb sprechen wir uns gegen Privatisierungen im Bildungswesen aus. Auch die zunehmende Finanzierung aus Projektmitteln sehen wir kritisch, da sie für die Beschäftigten der Hochschule prekäre, befristete Beschäftigung bedeuten.
  • eine Regelung des Dualen Studiums: Es braucht Mindeststandards für die Praxisphasen des Dualen Studiums, damit Workload, Vergleichbarkeit der Angebote und die Verzahnung von Theorie und Praxis gewährleistet sind. Viel zu oft werden arbeitsrechtliche Standards, die für die duale Ausbildung im Berufsbildungsgesetz geregelt sind, im Dualen Studium nicht eingehalten. Dual Studierende müssen zudem angemessen in den Mitbestimmungsgremien vertreten sein.
  • eine demokratische und soziale Hochschule, u.a. durch eine Stärkung der verfassten Studierendenschaften
  • Zivilklauseln: keine Forschung und Lehre für militärische Zwecke!